Die Einladung der Landesgartenschau-Gesellschaft zur Bürgerinfo ins Forum-Kino haben rund 200 Lahrer am Montagabend angenommen. Bei Popcorn und Getränken ließen sie sich über die Vorbereitungen informieren.

Lahr. Den Infoabend ins Kino zu verlegen, war eine gute Idee. Denn auf der riesigen Leinwand wirkten die Filmbeiträge und Bilder, die in den zwei Stunden gezeigt wurden, sehr eindrücklich und machten deutlich, wie sehr sich das Gebiet im vergangenen Jahr verändert hat. Der wohl interessanteste Filmbeitrag war der von Markus Weiler vom Fotostudio Lahr. Er nahm die Zuschauer mit auf einen Rundflug übers Landesgartenschaugelände. Mit einer Drohne hat er regelmäßig Aufnahmen von oben gemacht, wodurch die Lahrer, die gekommen waren, jetzt einen ganz besonderen Eindruck gewonnen haben.

Wie Ulrike Karl und Tobias de Haen, die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, berichteten, gibt es mittlerweile konkrete Planungen zum Haus am See, das neben der Gastronomie auch Umkleiden und Toiletten für die Badegäste anbieten wird. Die Außenarbeiten an der Brücke ruhen momentan, bis es wieder wärmer wird. In dieser Zeit wird an der Stahlkonstruktion gearbeitet, sagte de Haen.

Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller warb um ehrenamtliche Mitarbeit während der Landesgartenschau. Seit der Fahnenübergabe in Öhringen steige bei ihm das Landesgartenschaufieber. "Ich bin schon bei über 37,5 Grad", sagte er. Wie weit es noch ansteigen wird, verriet er allerdings nicht. Ulrike Holland berichtete über die Arbeit und Projekte des Freundeskreises. Gerade erst wurde der Bürgerwald angepflanzt und eine Spende in Höhe von 17 000 Euro an die LGS übergeben. Die Nistkastenaktion sei ein Renner, so die Vorsitzende des Freundeskreises. Gut 600 Stück seien schon weggegangen. Der Arbeitskreis Römeranlage plane eifrig Aktionen, die Leben, Alltag und Handel der Römer darstellen sollen. "Wir suchen noch ›Römer‹", forderte sie die Besucher auf, sich zu engagieren oder andere dafür zu gewinnen. Demnächst werde mit dem Nähen von Kostümen begonnen.

Ein weiteres Projekt, das vorgestellt wurde, ist die Streuobstwiese, die von den Landesgartenschaufreunden liebevoll gehegt, gepflegt und geerntet wird. Anhand von Nahaufnahmen, die Detlef Lingner beigesteuert hat, zeigte sich auch schon die Vielfalt der Arten, die sich in einer Streuobstwiese zu Hause fühlt.

Winfried Abicht, Bürgermeister von Mühlacker, übertrug seine Begeisterung auf die Besucher. Mühlacker hatte 2015 eine sogenannte kleine Gartenschau, auch Grünprojekt genannt, ausgerichtet. Das Feuer, das in ihm und den Bürgern entfacht worden sei, brenne noch immer, sagte er. Als Tipp gab er den Lahrern mit auf den Weg: "Die schlechten Tage sind nicht die Regentage. Da haben sich die Besucher schon morgens drauf eingestellt. Schlecht sind die heißen Tage."