Es war das letzte Fest auf der Wiese hinter der Walter-Kolb-Halle. Die Einrichtungen und Institutionen sowie die Gruppen des Bürgerzentrums hatten ein umfang- und abwechslungsreiches Angebot zusammengestellt.

Lahr. Die Wiese hinter der Walter-Kolb-Halle war in den vergangenen drei Jahren ein gleichermaßen gemütlicher wie beliebter Ort für das Wohngebietsfest, das früher auf dem Parkplatz vor dem Gebäude K 2 stattgefunden hatte. Mit der Verlegung hinter die ehemalige Sporthalle des TV Dinglingen war die Zahl der Besucher und auch der Angebote stetig gewachsen.

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Neu war in diesem Jahr eine Siegerehrung: Caroline Lunkebein, die neue Leiterin des Bürgerzentrums, das im K 14 angesiedelt ist, hatte einen Balkonwettbewerb ausgeschrieben. Die Bewohner des Kanadarings waren aufgerufen, ihre Balkone mit Blumen zu schmücken, um die Anwohner schon jetzt auf die Landesgartenschau hinzuweisen und auch, um den Kanadaring attraktiver zu gestalten. Viele, die gern mitgemacht hätten, konnten sich in diesem Jahr nicht beteiligen, weil ein Teil der Häuser derzeit saniert wird. Von denen, die sich beteiligt haben, gab es prächtige Ergebnisse, die in Fotos festgehalten wurden.

Eine Premiere war auch der Stand der Landesgartenschaugesellschaft mit einem Mitmachangebot und einer Tattookünstlerin. Wer Lust hatte, konnte mit Alexandra Suhm, Mitarbeiterin der LGS, kleine Blumentöpfe mit Erde und Saatgut von Blühpflanzen befüllen, angießen und die Töpfchen Als Tattookünstlerin verschönerte Monika Kuppke vor allem junge Mädchen mit einem Glitzerlogo der LGS, das sie auf die Hände aufbrachte.

Kinder sind ohnehin bei den Wohngebietsfesten die Stars. Ob nun aktiv als Tänzerinnen des Studios Dancefit sowie die Solomusikanten Martin und Tim Raev, die ihr Können auf Akkordeon und Gitarre präsentierten, oder im Mitmachprogramm – das ganze Fest drehte sich fast nur um sie. Wobei die Erwachsenen das Fest ausgiebig genießen konnten, weil die Kinder gut beschäftigt waren.

Die Kinder waren vielseitig beschäftigt

Entsprechend zogen die Kleinen als Katze, Fee oder fantasiereich geschminkt über das Fest, versuchten sich im Dosenwerfen, im Sackhüpfen, mit Pfeilen zu schießen, Hölzchen umzuwerfen oder die "Weltmeisterschaft" im Kreiseldrehen zu gewinnen. Sie bemalten T-Shirts und Pappteller, entfalteten ihre Kreativität bei Rodica Botnari beim Malen mit Wasserfarben. Spaß hatten sie alle.

Eine lange Warteschlange gibt es in jedem Jahr beim Ponyreiten, das die Städtische Wohnbau alljährlich für ihre Wohngebietsfeste organisiert. Das Gefühl, hoch oben auf einem Pferd über die Wiese zu reiten stellt für Kinder immer wieder eine Faszination dar. Und wenn das Pony auch noch extra feingemacht wurde und die Mähne als französischer Zopf geflochten ist, ist das Reiten noch schöner.

Das Speisenangebot konnte sich sehen lassen. Angesichts der Tatsache, dass der Hauptteil des Fests am Nachmittag stattgefunden hat, wurden vor allem süße Speisen angeboten. Die Theodor-Heuss-Schule hatte so viele Kuchenspenden akquiriert, dass zwei ganze Biertische voll mit unterschiedlichsten Kuchen belegt waren. Die Mädchengruppe des Bürgerzentrums bereitete Donuts zu, der Städtische Kindergarten bot frische Waffeln an, die Städtische Wohnbau sorgte mit kostenlosem Eis für die Kinder für Begeisterung. Herzhaftes gab es bei "Bürger Aktiv Lahr", die fast schon traditionell Schaschlikspieße anboten.

Große Beachtung fand die Ausstellung der filigran ausgearbeiteten Gänseeier, die Alexander Marker in seiner Freizeit gestaltet und am Stand der Nähgruppe des Bürgerzentrums gab es Informationen über das Angebot der Gruppe und bei einer reichhaltig ausgestatteten Tombola der Städtischen Wohnbau gab es hochwertige Preise zu gewinnen.

INFO

Die Sieger des Wettbewerbs

Für besondere Blütenpracht auf dem Balkon wurden Barbara Horny-Yilmaz, Swetlana Weber und Filipp Ott von Bürgermeister Tilman Petters und Caroline Lunkebein ausgezeichnet. Die Gewinner erhielten neben Fotos ihrer Balkone Ehrenurkunden und Jahreseintrittskarten für die Landesgartenschau.