Von Andrea Manthey und Felix Bender

Neun Schülerinnen und Schüler der "Meineke Academy of Performing Arts" machten sich jüngst auf den Weg nach Waltersweier. Dort stellten sie beim Regionalwettbewerb C des Ballettförderkreises München ihr Können unter Beweis.

Schmieheim/Waltersweier. Den besten Tänzern winkte die Qualifikation für den deutschen Ballettwettbewerb oder gar für den Dance World Cup, dem größten und bekanntesten internationalen Tanzwettbewerb für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Kein leichtes Unterfangen, schließlich waren Ballettschüler aus ganz Baden-Württemberg, der Schweiz und aus Frankreich angereist, die wie die Mädchen und Jungs der Meineke-Akademie davon träumten, im Sommer auf die Insel Jersey zu fliegen, wo in diesem Jahr der Dance World Cup ausgetragen wird.

Das Niveau des Wettbewerbs war wie bereits im vergangenen Jahr hoch, der Konkurrenzkampf unter den Teilnehmern groß. Unter den Augen einer dreiköpfigen Jury gaben die Nachwuchstänzer aus Schmieheim ihr Bestes und wurden für ein Jahr harten Trainings unter der Leitung von Tanzpädagogin Rebecca McLean belohnt.

Connor Meineke erkämpfte sich in der Kategorie "Ballett Solo Jungen" einen ersten Platz. Mit einem Duett zu dem aktuellen Lied "Take me to Church" und dem Gruppentanz "Die Mohnblumen" sicherten sich die jungen Tänzer der Meineke Academy einen beachtlichen wie verdienten zweiten Platz. Somit ist zumindest die heißbegehrte Fahrkarte nach München zum deutschen Ballettwettbewerb im März gesichert.

McLean zeigte sich nach dem Wettkampf sehr erfreut ob der Leistung ihrer Schützlinge: "Ich bin richtig stolz auf die harte Arbeit meiner Schüler." Denn diese hätten nicht nur im Trainingsraum zu kämpfen. "Ballett ist eine echte körperliche Herausforderung, weil mindestens zehn Stunden Training pro Woche erforderlich sind, um den Wettbewerbslevel zu halten." Nicht selten sähen sich ihre Eleven Anfeindungen ihrer Altersgenossen ausgesetzt, berichtet die Lehrerin: "Sie werden in der Schule oft ausgelacht und nicht ernst genommen." Besonders dem 13-jährigen Connor Meineke werde es nicht leicht gemacht, sein Hobby auszuüben: "Als Junge", sagte McLean, " ist es besonders schwer in der Ballettwelt. Statt mit Anerkennung reagieren viele andere Jungs mit Spott."

Doch trotz vieler Hürden kämpften er und seine Mitstreiterinnen weiter­: "Für viele ist es nicht mehr nur Hobby, sie trainieren, um an die Schulzeit ein Studium mit dem Ziel Bachelor oder Master of Arts in Performing Arts anzuschließen.