Von Christine Bohnert-Seidel

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser hat am Freitag Bürgermeister Erik Weide besucht. Ein Thema stand dabei besonders im Fokus: die Friesenheimer Bildungslandschaft.

Friesenheim. Im Hinblick auf Einrichtungen von Gemeinschaftsschulen versicherte die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion: "Wir wollen praxistaugliche Lösungen für die Kommunen." Damit renne sie in Friesenheim offene Türen ein, versicherte Weide. Ziel sei es in Friesenheim, die Werkrealschule so lange wie möglich zu halten. Im Sinne der Inklusion vermelde die Schule zunehmend Kinder, die noch mehr Unterstützung und Förderung benötigen.

Das Bildungszentrum in Friesenheim befindet sich in einer Umbruchphase. Bauliche Veränderungen wurden bereits im vergangenen Jahr mit einer neuen Aula für die Grundschule, Ruheräumen, Lernateliers und viel Bewegungsspielraum vollzogen. 900 000 Euro kostete der erste Bauabschnitt im Südgebäude. Weitere Mittel zu einer umfassenden Sanierung stehen im aktuellen Haushalt bereit. Insgesamt wird der Umbau des Südbaus mit Grundschule rund 2,5 Millionen Euro kosten. Das Land unterstützt diese Investition mit 271 000 Euro.

Wann in Friesenheim die offene Ganztagsschule für die Grundschule eingerichtet wird, hänge von einer entsprechenden Konzeption ab, die Weide noch nicht vorliege. Wie es auf Landesebene bildungspolitisch weitergeht, wird sich mit der neuen Regierung zeigen, erläuterte Boser. Der neue Landtag müsse sich erst finden und Ausschüsse gebildet werden. Dem Schulstandort Friesenheim attestierte Boser jedenfalls eine "vorbildliche Entwicklung". Weide betonte, dass ihm ein stimmiges Raumkonzept wichtig sei. Allein dieses biete künftig die Voraussetzung für alle Schulformen. So auch einer möglichen offenen Ganztagsschule für die Grundschule in Friesenheim. Voraussichtlich 2017 dürfte ein Konzept vorliegen.

Angesprochen auf den Schulfrieden, erklärte Boser: "Es wird keine grundlegende Strukturänderung geben." Vorangetrieben werden sollen jedoch eine stärkere Digitalisierung im Schulunterricht. Damit erhoffe sich die Landesregierung einen höheren pädagogischen Mehrwert.