Fischerbach - Der Anschluss der zwölf Anwesen des oberen Hintertals an die öffentlicheAbwasserbeseitigungsanlage verläuft planmäßig. Die erste Teilstrecke des insgesamt 2,2 Kilometer langen Hauptkanals wurde jetzt auch dank der guten Witterungsbedingungen bereits fast fertiggestellt.

Gerade einmal eine Woche ist seit dem ersten Spatenstich für den Anschluss der zwölf Anwesen im oberen Hintertal an das öffentliche Abwassernetz vergangen, da kann man schon den ersten Erfolg vermelden: Etwa 450 Meter des insgesamt 2,2 Kilometer langen Hauptkanals sind geschafft. Konkret gesagt, die Strecke vom Anwesen Kall bis hoch zum Höhengasthof Nillhöfe, der derzeit umgebaut wird. Jetzt müssen dort nur noch die Hausanschlussleitungen gelegt werden. Fortgesetzt werden die Arbeiten dann im vorderen Hintertal bei der Abzweigung zum Vogelsberg.

Vor Wintereinbruch

"Uns ist es wichtig, dass wir die Arbeiten hier oben abschließen können, bevor der Winter richtig beginnt. Wer weiß, was da an Schnee kommt", freut sich Markus Schwarze über den Baufortschritt, der auch dank des günstigen Wetters möglich wurde. Seine Firma Schwarze Erdarbeiten wurde mit den Arbeiten für die Baumaßnahme beauftragt. Der jetzt 38-jährige Fischerbacher, gelernter Maurer, Baumaschinenführer und Berufskraftfahrer sowie ehrenamtlicher Feuerwehrkommandant in Fischerbach, hatte das Unternehmen im Juni des vergangenen Jahres gegründet, das im Frühjahr unter anderem auch mit den Abrissarbeiten und der Neugestaltung der Außenanlagen das Gasthofes Nillhöfe beauftragt wurde.

Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf zeigt sich auch der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Hubert Seiferling, der die gute Zusammenarbeit innerhalb der Teilnehmergemeinschaft lobte. Gleichzeitig nannte er es ein Novum, dass eine Teilnehmergemeinschaft die gesamten vorgesehen Arbeiten kompett an ein einziges Unternehmen vergeben hat.

Abschluss Ende März

Die Entscheidung, die letzten zwölf Anwesen des Fischerbacher Hintertals an das öffentliche Abwassernetz anzuschließen, fiel im Zusammenhang mit dem Bauantrag für den Neu- und Umbau des Gasthofes Nillhöfe. Das Bauamt hatte dem Antragsteller zur Auflage gemacht, die Abwassersituation zu klären. "Mir blieb die Wahl, die Kläranlage zu erneuern oder das Anwesen an das öffentliche Abwassernetz anzuschließen. Da habe ich mich für die zweite der beiden Varianten entschieden und mich mit den anderen Anliegern zusammengeschlossen", so Hubert Seiferling.

Wenn es keine unvorhergesehenen Verzögerungen gibt und das Wetter weiterhin gut mitmacht, wird der Anschluss an die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage Ende März des kommenden Jahres erfolgen.

Im Zuge der Baumaßnahme werden von der Gemeinde Leerrohre für die spätere Verlegung eines Breitbandkabels verlegt. Nach Abschluss der Arbeiten ist dann nach Aussagen von Bürgermeister Armin Schwarz der gesamte Außenbereich fit für das Backbone-Netz.