Münchweier. Es sei einmalig, was der SV Münchweier im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt hat, erklärte Vorsitzender Klaus Walter bei der gut besuchten Hauptversammlung im Sportheim. Nach dem Aufstieg der Fußballer habe man jetzt allerdings gehörig zu tun, den Klassenerhalt zu sichern.

Für den Spielausschuss berichtete Markus Binz über viele Details dazu. Nach dem Sprung der ersten Mannschaft in die Kreisliga A hält diese dort derzeit einen Platz im zweiten Tabellendrittel, die zweite Mannschaft in der Kreisliga B hängt noch etwas weiter unten. Doch mit dem Trainerteam um Marco Spitzer samt einigen Neuzugängen und Rückkehrern sei man fest entschlossen, die Klassen zu halten. Da käme den SV-Anhängern eine wichtige unterstützende Rolle zu.

Bei der von Heiko Wutzke mit vielen Helfern geführten Fußballjugend mit rund 100 Kindern aller Altersklassen in Spielgemeinschaften mit Wallburg, Ettenheimweiler und Altdorf läuft alles rund. So errang die E-Jugend vorige Saison gar die Staffelmeisterschaft.

Die 21 Frauen starke Gymnastikgruppe von Margarita Eck setzte ihr abwechslungsreiches Programm fort, unternahm einen Ausflug zu einem Musical nach Stuttgart und half bei diversen Veranstaltungen mit. Auch bei der Tischtennisabteilung geht mit drei Herrenmannschaften in den B- und C- Klassen samt Jugendtraining alles seinen gewohnten Gang, berichtete Benjamin Hoffmann.

Die von Selina Siefer geführte Kasse weist trotz Investitionen im fünfstelligen Bereich, etwa in eine Videoüberwachungsanlage für das Sportheim, Um- und Anbauten sowie der Sanierung der Berieselungsanlagen nur ein kleines Minus auf. Das sei angesichts einer guten Gesamtfinanzlage zu verschmerzen.

Vorbereitungen für 70-Jähriges laufen

In ihrer Doppelfunktion als Ortsvorsteherin und Chefin der Vereinsgemeinschaft gratulierte Charlotte Götz dem SVM nicht nur zu seinem sportlichen Erfolg, sondern dankte auch für sein Engagement weit über Sportplatzpflege hinaus: "Wir haben ein gutes Miteinander im Dorf."

Derzeit steckt der Vorstand mitten in den Vorbereitungen auf das 70-jährige Vereinsbestehen in diesem Jahr. Dazu soll auch eine Festschrift erscheinen, samt einer von Alt-Ortsvorsteher Herbert Andlauer "geretteten" Gründungsurkunde von 1947. Andlauer, einst selbst SV-Vorsitzender, hat ermittelt, dass die Tischtennisabteilung auch schon seit 50 Jahren bestehe, in zwei Jahren seien die Gymnastik-Frauen ebenfalls seit einem halben Jahrhundert dabei.

Schließlich wurde für den 465 Mitglieder starken Verein noch eine maßvolle Beitragserhöhung einstimmig beschlossen. Auch die bisherige Ehrenordnung wurde bei der Hauptversammlung modifiziert. Künftig wird bei langjähriger Vereinszugehörigkeit nicht mehr zwischen aktiven und passiven Mitgliedern unterschieden.